Produktionsstop durch Covid-19 Ausbruch

Produktionsstop durch Covid-19 Ausbruch

Liebe IRISgo Community,

Wir hoffen euch geht es gut und ihr seid gesund. Mit diesem Beitrag möchten wir euch über unsere aktuelle Situation informieren.

Unsere Anpassungen am Edelstahlbecher von unserem Lieferanten in China konnten vorgenommen werden. Die Massenproduktion des Edelstahlbechers, wäre somit am 13.12.2021 abgeschlossen gewesen. Um anschliessend die fertigen IRISgo Becher schnellstmöglich an unsere Kickstarter und Indiegogo Unterstützer zu versenden, entschlossen wir uns die Edelstahlbecher via Luftfracht zu unserem Produzenten in der Schweiz liefern zu lassen. Mit dieser Entscheidung wollten wir weitere Verzögerungen vermeiden.

Aufgrund eines Covid-Ausbruchs in der Provinz Zhejiang, dem Standort unserer Fabrik, wurde die gesamte Produktion stillgelegt. Resultierend aus der “Null-Covid-Politik" der chinesischen Regierung ist die gesamte Provinz unter Quarantäne gestellt worden. Darunter auch 20 börsennotierte Unternehmen und der Haupthafen der Provinz. Von diesem Beschluss sind mehr als 500.000 Menschen betroffen, die sich nun einem PCR-Test unterziehen müssen.

Erneut ist die Unsicherheit, die unser Startup seit bald zwei Jahren immer wieder begleitet, zurück. Wir wissen nicht, wann die Teile aus China versendet werden können, da die Entscheidungsmacht zur Öffnung der Provinz bei der chinesischen Regierung liegt. Sobald die Mitarbeiter in China wieder arbeiten dürfen, können wir den Transport aller Edelstahlbecher organisieren.

Wir sind enttäuscht von diesem Rückschlag und stehen nun vor der Aufgabe die kurzfristige Strategie für unser Unternehmen erneut an die wagen Verhältnisse anzupassen. Wir sind überzeugt, dass wir eine Lösung finden, um unsere Ziele zu erreichen.

Das sich dem Ende nähernde Jahr war erneut sehr herausfordernd für das gesamte IRISgo Team. Im Rahmen einer kurzen Rückblende möchten wir euch über die Herausforderungen und die gefundenen Lösungen teilhaben lassen.

Bereits Anfang 2021 wussten wir, dass die Massenproduktion der IRISgo Becher eine Herausforderung werden würde. Unser Ziel, das gesamte Produkt in der Schweiz produzieren zu lassen, konnten wir nicht vollständig erreichen. In Zusammenarbeit mit Beschaffungsspezialisten haben wir feststellen müssen, dass die Edelstahlbecher nicht in der Schweiz produziert werden können. In China, Markführer in der Herstellung von doppelwandigen und vakuumisolierten Edelstahlbehältern, haben wir dann einen passenden Hersteller gefunden.

Für eine effiziente Zusammenarbeit mit dem Hersteller in China war vorgesehen, dass unser Entwicklungsteam nach China reist, um dort gemeinsam am Produkt zu arbeiten und dafür zu sorgen, dass die Einzelteile des Produktes perfekt zusammenspielen. Aufgrund der chinesischen Corona Richtlinien war es für uns bis heute jedoch nicht möglich diese Reise anzutreten. Aus diesem Grund waren wir gezwungen die Detailanpassungen per Videotelefonie und das beidseitige Versenden von Mustern abzuwickeln. Für eine bessere Kontrolle und Kommunikation mit unserem Hersteller in China organisierten wir Sourcing-Agenten, welche als verlängerter Arm von uns in China agieren und vor Ort die Qualität sicherstellen.

Die fehlende Reisemöglichkeit hat viel Zeit und Nerven gekostet, doch Ende November dieses Jahres hatten wir endlich das Produkt in der Hand. Auf diesen Moment hatten wir hart und lange hingearbeitet. Kurz um: die Mühe und Beharrlichkeit haben sich gelohnt, denn die Qualität der Muster ist letzten Endes sehr zufriedenstellend.

Nun muss nur noch die Lieferung von China in die Schweiz organisiert werden, damit der Zusammenbau schnellstmöglich stattfinden kann. Die Assembling Stationen unseres Systemlieferanten im Herzen der Schweiz stehen bereit, und alle anderen Komponenten des Bechers sind planmässig produziert. Zusätzlich hat unser Systemlieferant in eine neue Lasergravurmaschine investiert. Bald kann es losgehen.

Die Organisation des Transports der Edelstahlbecher war die nächste grosse Herausforderung für unser Startup. Die Versandpreise sind in den letzten Monaten in die Höhe geschossen. Einerseits steht Weihnachten vor der Tür, Corona begleitet uns immer noch im täglichen Leben und zusätzlich befinden sich die Treibstoffpreise in einem Hoch. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass der Preis für den Luftversand des ersten Batches seit Beginn der Covid-19 Krise bereits um das 3- bis 4-fache angestiegen ist und sich der Preis zum jetzigen Zeitpunkt noch einmal fast verdoppelt hat.

Wir gaben nicht auf. In der gesamten letzten Woche haben wir Offerten verglichen, telefoniert, organisiert und fanden eine Lösung, die IRISgo Becher zu einem für uns möglichen Preis in die Schweiz fliegen zu lassen.

Am Donnerstag, 16.12.2021, folgt die oben bereits erwähnte Nachricht aus China. Die gesamte Provinz, in welcher sich unser Lieferant befindet, wurde in den staatlichen Lockdown verwiesen.

Wir sind mit Herz und Leidenschaft dabei, wissen was wir erreichen können, doch sind diese Verzögerungen für uns geschäftlich sowie privat sehr schmerzhaft.